Wer die Berichterstattung zur technischen Situation im Nagoldbad verfolgt hat, und darüber hinaus die Informationen zur Sitzung des Ausschusses für Öffentliche Einrichtungen deutet, dem wird bewusst dass die Bädersituation bereits deutlicher über dem Zenit ist als befürchtet. Keiner kann heute sagen ob die Technik im Nagoldbad nicht morgen schon versagt, das Bad kurzfristig schließen muss und weitere Wasserfläche abgängig ist.

Für das Emma-Jäger-Bad und das Huchenfelder Bad gibt es einen Gemeinderats-Beschluss über die weitere Vorgehensweise. Dieser wurde im Sommer dem Gemeinderat, dem Ortschaftsrat Huchenfeld, Vereinen, Schulen, etc. präsentiert und mit einem Zeitplan untermauert.
Nun wird auf Nachfrage im Ausschuss bestätigt, dass wir diesem Zeitplan bereits 3 Monate hinterherhinken. Als Begründung aus dem EPVB dient Personalmangel und die unvorhergesehenen Probleme beim Fritz-Erler-Bad. Dass solche Situationen wie herabfallende Deckenteile nicht planbar sind und kurzfristig Personalkapazitäten blockieren ist nachvollziehbar, jedoch erleben wir diese unvorhersehbaren Unwägbarkeiten nicht zum ersten Mal. Daher gilt es nun dass alle Beteiligten schnellstmöglich daran arbeiten müssen dass die Zeitpläne nicht noch weiter in Verzögerung geraten. Das Fritz-Erler-Bad ist wieder in Betrieb, die Kapazitäten sollten demnach also wieder verfügbar sein.

Die die wir mit diesem Thema zurecht immer wieder von den Bürgern konfrontiert werden, sollten künftig auch nicht erst auf Nachfrage informiert werden. Wir befinden uns in einer Situation in der kaum eine Diskussion so emotional geführt wird wie die um unsere Bäder. Ein umfassender Informationsfluss wurde uns hier mehrfach zugesichert. Ich halte daher solche Verschiebungen im Zeitplan nicht für eine Hol-, sondern für eine Bringschuld der Verantwortlichen im EPVB. Wir haben großes Vertrauen in die Zusage des Oberbürgermeisters zur Umsetzung der Beschlüsse - es bedarf aber nun auch den Willen der zuständigen Akteure die für die Umsetzung verantwortlich sind.
Wie sollen wir guten Gewissens unseren Kenntnisstand an die Bürger weitergeben wenn wir selbst nicht informiert werden?
Im Januar soll es eine Sondersitzung des Gemeinderats geben - auf was müssen wir uns hier einstellen?
Wir wünschen uns ein klares Bekenntnis zu den bereits getroffenen Beschlüssen und belastbare Aussagen zu den Zeitplänen.
Wir wollen den Ablauf in der Frage einer schnellst- und bestmöglichen Lösung für die Bäderlandschaft Pforzheims nicht in Frage stellen, aber dafür braucht es nun die richtigen Signale. Man kann nur an alle Gremien appellieren die getroffenen Entscheidungen nicht wieder in der Versenkung verschwinden zu lassen und mit aller Kraft an deren Umsetzung zu arbeiten.

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