Am Sonntag, den 6. März 2022 kamen insgesamt 60 Mitbürgerinnen und Mitbürger auf Einladung der CDU Remchingen in das Brauhaus 2.0 um politische Fragen an den Bundestagsabgeordneten Gunther Krichbaum stellen zu können. Doch auch diese Veranstaltung wurde von dem russischen Angriff auf die Ukraine überschattet und stellte die Fragen zur ernsten Situation in den Mittelpunkt.

Presseartikel aus der Pforzheimer Zeitung vom 07. März 2022:

Anstatt des ursprünglich geplanten mitunter heiter-närrischen Schlagabtauschs zu Beginn der Fastenzeit krempelte der CDU-Kreisverband Enzkreis/Pforzheim das Programm seines Politischen Frühschoppens am Sonntag im Remchinger Brauhaus kurzfristig um: Bei Weißwurst und Schwarzbier widmeten sich die Diskussionen einzig und allein einem Thema – der ernsten Situation in der Ukraine und ihren Folgen.

Sowohl der Impulsvortrag des CDU-Bundestagsabgeordneten Gunther Krichbaum, als auch die anschließenden Fragen und Statements einiger der gut 60 anwesenden Christdemokraten aus der Region verdeutlichten, wie die vergangenen Tage Europa veränderten, wie Krichbaum selbst erklärte. Trotz aller möglichen Anzeichen im sich über Jahre zuspitzenden Konflikt habe der 24. Februar alle Dimensionen gesprengt: „Das darf uns nicht egal sein – und ist es auch nicht.“

Dabei erwähnte Krichbaum neben einer großen Welle der Hilfsbereitschaft vieler Länder die scharfen politischen Sanktionen gegenüber Russland, an denen es festzuhalten gelte, ohne selbst Kriegspartei zu werden – auch wenn die Konsequenzen der Sanktionen hierzulande zu spüren seien, wie Krichbaum mit Blick zur gegenüberliegenden Tankstelle bestätigte. Umso mehr müsse sich Deutschland von wirtschaftlichen Abhängigkeiten lösen oder sie überdenken. Auch die Funktion der Ukraine als „Kornkammer Europas“ kam zur Sprache: „Männer, die im Feld stehen, können nicht auf dem Feld stehen“, bemerkte Krichbaum, wobei ein Großteil des Weizens aus der Ukraine und Russland in den Nahen und Mittleren Osten fließe.

Die NATO sei nun enger zusammengerückt denn je und auch das Durchhaltevermögen der ukrainischen Bevölkerung sei nicht zu unterschätzen: „Selbst, wenn Putin militärisch gewinnen sollte, ist dieser Krieg in meinen Augen nicht gewinnbar.“ Wie die Situation weitergehe, sei schwer zu sagen – Krichbaum gehe aber davon aus, dass die Sanktionen Wirkung zeigen werden. Neben den auch im Enzkreis erwarteten Flüchtlingen aus der Ukraine regte er an, Städte- und Gemeindepartnerschaften zu schließen, von denen es in Baden-Württemberg zur Ukraine erst 13 gebe.

Auf die Frage eines Zuhörers nach einem Statement zum Verhalten des Altkanzlers Gerhard Schröder (SPD) und dessen Engagement für russische Unternehmen und der Feststellung eines anderen, in Krisen sei es schon oft hilfreich gewesen, Personen mit gewissen Drähten zum Gegenüber zu haben, fand Krichbaum klare Worte: „Gerhard Schröder ist eine Schande für Deutschland. Auch als Altbundeskanzler hat man eine Vorbildfunktion. Wenn er Mitglied unserer Partei wäre, wüsste ich schon, was zu tun wäre.“

Kontaktperson

Romy Abraham

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romy.abraham@cdu-enzkreis.de

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