Der Kreisvorstand der CDU Enzkreis/Pforzheim wird, gemeinsam mit anderen Kreisverbänden, auf dem diesjährigen Landesparteitag den Antrag stellen, auch in Deutschland das „nordische Modell“ einzuführen. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor. Bei dem Modell werde die Erbringung sexueller Dienstleistungen für die Freier unter Strafe gestellt, die Prostituierten selbst aber straffrei gelassen.

Länder wie Schweden, Norwegen, Island, Frankreich, Irland und Nordirland wendeten dieses Modell bereits erfolgreich an. Das führe dazu, dass Deutschland zu den Hochburgen der Prostitution gehöre. „Unsere Region ist durch die Nähe zu Frankreich besonders betroffen. Das ist ein unerträglicher Zustand“, führt Kreisvorsitzender und Bundestagsabgeordneter Gunther Krichbaum aus. „Prostitution in Deutschland und auch bei uns bedeutet für viele Frauen, dass sie unter falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt werden, um dann oftmals über Jahre hinweg in schlimmster Weise ausgebeutet und misshandelt zu werden“, kritisiert Krichbaum weiter.

Marianne Engeser, Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion im Pforzheimer Gemeinderat, fordert laut Mitteilung ebenfalls eine Veränderung: „Selbstbestimmte Prostitution ist die Ausnahme. Zumeist werden die Prostituierten auf schreckliche Art und Weise sexuell ausgebeutet. Das dürfen wir einfach nicht länger zulassen.“

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