CDU Enzkreis/Pforzheim

Die Baden-Württemberg-Partei

14.05.2018

Comeniusschule: Plädoyer für den Standort Königsbach

CDU-Kreistagsfraktion informiert sich in der Förderschule - Gespräch mit Schulleiterin Angelika Schleider sowie Konrektorin Hanna Hintze - Einzugsgebiet mit sieben Kommunen im Nordwestkreis - Kooperation mit 13 Schulen

Königsbach-Stein. Die Comeniusschule, eine Förderschule des Enzkreises, will ihren jetzigen Standort im Bildungszentrum Königsbach beibehalten und nicht an die Habsburgerstraße in Pforzheim wechseln. Dieses Fazit zieht die CDU-Fraktion im Kreistag nach einem Lokaltermin in der Einrichtung sowie einem Gespräch mit Schulleiterin Angelika Schleider sowie Konrektorin Hanna Hintze. Die Argumente seien überzeugend, sagte Fraktionsvorsitzender Günter Bächle (Mühlacker). Man könne nicht drei der vier Förderschulen in Pforzheim konzentrieren, die vierte – die Uhlandschule – sei in der  Senderstadt.

Die Comeniusschule habe derzeit ein Einzugsgebiet mit sieben Kommunen im Nordwestkreis und kooperiere dort mit 13 Schulen, liege für diese zentral, so Angelika Schleider laut Mitteilung der CDU-Kreistagsfraktion. In ein saniertes Gebäude der jetzigen Gustav-Heinemann-Schule an der Habsburgerstraße in Pforzheim umzuziehen, wie von der Kreisverwaltung in die Diskussion gebracht, bedeute, sich für einen falschen Standort zu entscheiden. Heiko Genthner, Bürgermeister von Königsbach-Stein und CDU-Kreisrat, betonte in diesem Zusammenhang, die dem Landkreis gehörende Grundstücksfläche im Areal des Bildungszentrums Königsbach reiche für eine Erweiterung der Comeniusschule aus. Notwendig sei auch dringend die Sanierung des Bestandsgebäudes.

Die Leitung der Comeniusschule sagte, nach einem Umzug nach Pforzheim bleibe für Lehrer und Schüler viel mehr Zeit auf der Straße. Allein zehn Lehrkräfte des Sonderpädagogischen Dienstes seien in der Kooperation mit den 13 Schulen zwischen Ellmendingen und Neulingen eingesetzt und seien häufig in den sieben Gemeinden vor Ort.  Die Comeniusschule habe konstant 90 Schüler und Schülerinnen, hinzu kämen zehn Kinder in den Inklusionsprojekten der kooperierenden Schulen.

Die Schüler der Comeniusschule kämen meist mit  der Bahn, der Bahnhof Königsbach sei gut zu erreichen, im Gegensatz zu einem Gebäude an der Habsburgerstraße in Pforzheim, so Schleider und Hintze. Zudem sei ein Standort im ländlichen Raum ein Vorteil. Die Schule sei auch mit dem Gemeinde- und Vereinsleben von Königsbach-Stein verbunden, was der örtliche Kreisrat Udo Mack bestätigte. Alles spreche für die Beibehaltung des jetzigen Standortes.

Bei dem Besuch der CDU-Kreistagsfraktion ging es auch um pädagogische Inhalte. Schleider sagte,  Ziel sei es, die Kinder so die fördern, dass sie in ihre angestammte Schule zurückkehren können. Jährlich sei dies bei etwa fünf Schülern der Fall. Wichtig sei es, den Mädchen und Jungen  ein Erfolgserlebnis zu verschaffen, das Motivation stärke. „Sie blühen auf, wenn sie mithalten können.“ Ursprünglich als Halbtagesschule konzipiert, sei  inzwischen auch Unterricht an vier Nachmittagen in der Woche. Das Mittagessen müsse aus Platzmangel im Flur eingenommen werden.  

Die Comeniusschule ist seit Beginn des Schuljahrs 2012/2013 eine teilgebundene Ganztagsschule. Für die Kinder der Grundstufe gibt es zwei Unterrichtsnachmittage (Dienstag und Donnerstag), für die Hauptstufe einen Unterrichtsnachmittag (Dienstag) und zwei AG-Nachmittage (Montag und Donnerstag). An den drei langen Schultagen wird ein warmes Mittagessen angeboten, das in der Schule frisch gekocht wird. Dienstags übernimmt das die 8. Klasse mit ihrem Kochprojekt.

Die Comeniusschule ist Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt Lernen (Förderschule). Die Einrichtung gliedert sich in eine Grundstufe (Klasse 1-4) und eine Hauptstufe (5-9). Die Schüler werden nach ihren individuellen Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten unterrichtet, so die Schulleiterin. „Einen Schwerpunkt in unserer Arbeit sehen wir in der Entwicklung von sozialen Kompetenzen.“

 

Foto:

Vor der Comeniusschule die CDU-Kreisräte mit Schulleiterin Angelika Schleider (rechts) sowie Konrektorin Hanna Hintze, Bürgermeister Heiko Genthner (Zweiter von rechts) und Fraktionsvorsitzender Günter Bächle (Dritter von links).

 

Beim Rundgang durch die Schule.